Die klassischen Führungsstile

Hier erfahrt ihr alles wichtige zu den unterschiedlichen Führungsstilen und wann ihr sie einsetzt.

Ein guter Fussballtrainer zeichnet sich dadurch aus, dass er das Beste aus den verfügbaren Mitteln rausholt. Er wird seine taktische Ausrichtung dabei immer auf das vorhandene Spielermaterial auslegen. Bei einer Führungskraft sollte es stets genauso sein. Doch machen wir uns nichts vor. Wir alle haben genaue Vorstellungen, wie man geführt und behandelt werden möchte und wie man es selbst als Bereichsleiter angehen würde. Es gibt jedoch Konstellationen, gerade wenn die Mitarbeiter vollkommen unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse haben, in denen man seinen Führungsstil nicht durchbringen sollte, um Mitarbeiter nicht einzuschränken und deren Fertigkeiten vollständig zu nutzen.

Autoritärer Führungsstil

Entscheidungen werden alleine durch die Führungskraft getroffen.

+ Schnelle Entscheidungen möglich

– Demotivierend für eigenständige und motivierte Mitarbeiter

Demokratischer Führungssti

Der Führende bezieht die Meinungen und Ideen der Kollegen in Entscheidungsprozesse ein.

+ Förderung von Kreativität und Motivation

– Entscheidungen nehmen mehr Zeit in Anspruch

Laissez-faire Führungsstil

Der Führende greift wenig in die Arbeit der Mitarbeiter ein und lässt ihnen große Freiheit.

+ Fördert Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.

– Chaotisch, wenn die Mitarbeiter nicht selbstorganisiert sind.

Situativer Führungsstil

Der Führungsstil wird an die jeweilige Situation und die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst.

+ Flexibel und anpassungsfähig

– Menschenkenntnisse und Fingerspitzengefühl notwendig

Coaching Führungsstil

Der Führende konzentriert sich darauf, die
Fähigkeiten der Untergebenen zu entwickeln
und sie bei ihrer persönlichen und beruflichen
Entwicklung zu unterstützen.

+ Hohe Motivation und Entwicklung der
Mitarbeiter

– Zeitaufwändig

 

Um den richtigen Führungsstil für eure Abteilung oder euer Projekt zu entdecken ist es insbesondere Wichtig, dass ihr eure Teammitglieder korrekt einschätzen könnt. Natürlich könnt ihr euch auch herantasten und Reaktion sowie Verhalten eurer Mitarbeiter auf verschiedene Stile beobachten aber das kann in der Anwendung zu schwierigen Situationen, Frustration und auch langfristigen Vertrauensproblemen oder sogar unüberwindbaren Gräben führen. 

Besonders solltet ihr darauf achten, verschiedene Führungsstile anwenden zu können. Innerhalb eures Teams gibt es vermutlich Mitarbeiter mit verschiedenen Erfahrungsleveln, ganz bestimmt aber vollkommen unterschiedliche Charaktere. Während ihr einem älteren Kollegen mit langfristiger Erfahrung häufig eher Laissez-Faire begegnet, passt bei einem Quereinsteiger eher ein unterstützender Führungsstil, wie beim Coaching. 

 

Macht euch also immer zunächst Gedanken, wer mit euch arbeitet, wo die Kollegen im Leben stehen und welche Charaktereigenschaften der einzelnen Abteilungsmitglieder prägent sind und bezieht diese Dinge in eure Entscheidungsfindung für den oder besser die perfekten Führungsstile ein. 

Coaching und unterstützende Führungsstile eignen sich besonders für junge Mitarbeiter oder auch Quereinsteiger die viel Anweisung benötigen.

Bei Projektarbeiten oder speziellen Aufgaben, bei denen du auf die Erfahrung deiner Mitarbeiter angewiesen bist, eignet sich ein demokratischer Führungsstil, um die Meinungen der Kollegen einzubeziehen.